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Bildungsstreik: Kritik an Art des Protests

In einer Gemeinsamen Pressemitteilung nehmen die Junge Union Aachen und der RCDS Aachen zum Bildungsstreik Stellung.

Zu dem aktuellen Protestcamp und dem Bildungsstreik erklären der Vorsitzende des RCDS Aachen, Dominik Ben Klein, und der Kreisvorsitzende der Jungen Union Aachen, Markus Schmidt-Ott:

„Die Einführung des Bachelor/Master-Systems verlief nicht perfekt, hier besteht Nachbesserungsbedarf z.B. in den Bereichen Mobilität und Akkreditierung. Wir wollen, dass bestehende Mobilitätshindernisse abgebaut werden, um den Grundgedanken von Bologna zu realisieren. Des Weiteren können wir uns vorstellen durch Titelzusätze ‚Dipl.-Ing’ das weltweit anerkannte deutsche Gütesiegel zu erhalten.

Bereits routinemäßig findet in Aachen erneut ein Bildungsstreik statt. Die fundamentalistische Haltung der Protestierenden, eine solche Neuerung konsequent zu verneinen ist nicht nachvollziehbar. Mit dieser Art von Protest ist eine sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema kaum möglich. Wir würden uns freuen, wenn die Protestierenden nach einer Woche Protestcamp eine einheitliche Liste von glasklaren Forderungen präsentieren können. Eine Liste von konstruktiven Verbesserungsvorschlägen, frei von ideologischen Parolen, sorgfältig abgewogene Alternativen und nicht bloß eine Aufzählung von Dingen, die abgeschafft werden sollten. Dann könnte man zumindest mal gemeinsam darüber diskutieren.

Die RWTH ist die führende technische Hochschule Deutschlands; das kommt bei den Studenten an. So teilen längst nicht alle Aachener Studenten die Positionen der Organisatoren des Bildungsstreiks. Ein Großteil der Aachener Studenten ist mit der Verwendung der Studienbeiträge zufrieden und selbst bundesweit schneidet Aachen in dieser Frage bei den Studenten mitunter am besten ab. Auch haben die Aachener Studenten bei der Vergabe der Beiträge im landesweiten Vergleich besonders viele Mitbestimmungsrechte. Seit Einführung der Studienbeiträge konnten z.B. wichtige Gerätschaften für Praktika angeschafft werden. Gerade an einer technischen Hochschule ist das für die Lehre wichtig.

Wie viele der Protestierenden in Aachen müssen zum Beispiel tatsächlich regelmäßig in überfüllten Hörsälen sitzen? Vermutlich wenige.“

Bildungsstreik 10.06.10 AZ

Quelle: Aachener Zeitung

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