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Junge Union Kreisverband Aachen-Stadt
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Junge Union lehnt Campusbahn bei jetziger Haushaltssituation ab

Elisenbrunnen_01Nachdem am vergangenen Mittwoch ein Konzept für die Campusbahn  vorgestellt wurde, zeigt sich die Junge Union Aachen skeptisch. „Sicher wäre die Campusbahn eine schöne Sache. Aber ich sehe nicht, wie die Stadt das finanzieren kann“, so der Vorsitzende Markus Schmidt-Ott.

Trotz Bundesförderung müsste die Stadt an Investitionskosten einen hohen zweistelligen Millionenbetrag aufbringen. „Ein besonderes Augenmerk sollte man aber auf die Folgekosten werfen“, so Schmidt-Ott. Diese werden auf bis zu 6,5 Mio. € pro Jahr geschätzt. „Nehmen wir die Planung im Haushalt 2012 als Beispiel: Bei einem Mehraufwand in der Größenordnung von einer Mio. € im Jahr 2013 würde die Stadt in die Haushaltssicherung fallen. Im Jahr 2014 beträgt der Spielraum sogar nur eine halbe Mio. €“. Primäres Ziel müsse es sein, die Neuverschuldung der Stadt so weit wie möglich zu senken, anstatt frei werdende Spielräume für neue Ausgaben zu verwenden.

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Markus Schmidt-Ott erneut zum JU-Vorsitzenden gewählt

Michael Janßen einstimmig zum stellvertretenden CDU-Vorsitzenden nominiert

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Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung der Jungen Union Aachen am 19. August 2011 wurde der Vorstand größtenteils, mit drei Veränderungen, wiedergewählt. Michael Janßen wurde einstimmig zum stellvertretenden Kreisvorsitzenden der CDU Aachen nominiert.

Simon Adenauer, Gregor Hermanns und der RCDS-Vorsitzende Jörg Schwarzrock wurden als Beisitzer neu in den JU-Vorstand gewählt. Nicht erneut kandidiert haben Dorothea Hardt, Matthias Fröhlich und Thorsten Tränkner. Alle anderen wurden in ihrem Amt bestätigt.

„Auch in den nächsten zwei Jahren möchte ich Vorsitzender einer JU sein, die schlagfertig und konstruktiv ist, aber gelegentlich den Finger in die Wunde legt“, erklärte Markus Schmidt-Ott kurz bevor er sich erneut zur Wahl stellte.

„Unsere Partei muss in Aachen dringend präsenter sein und zeigen, was CDU-Politik ist“, mahnte Markus Schmidt-Ott. „Die Bilanz der CDU in der schwarz-grünen Koalition im Stadtrat kann sich sehen lassen. Doch die Erfolge müssen kommuniziert werden. Vor allem aber muss klar gemacht werden, wofür die CDU steht, bevor anschließend die Fraktion einen Kompromiss mit dem Koalitionspartner findet“. Diese inhaltliche Arbeit, so Markus Schmidt-Ott, muss die Kreispartei leisten. „Mit dieser Aufgabe nominieren wir Michael Janßen für den geschäftsführenden CDU-Vorstand. Auch weil er als Ratsherr fraktionsintern gerne Diskussionen anstößt, ist Michael Janßen für dieses Amt gut geeignet“.

Mit seiner Nominierung wirft Michael Janßen als erster seinen Hut in den Ring um das Rennen um die drei Stellvertreterposten der CDU. Beim kommenden Kreisparteitag der CDU am 17. Oktober 2011 wird der Kreisvorstand neu gewählt.

„Ich sehe es als meine Aufgabe, die Mitglieder an der Basis wieder stärker einzubinden“, ergänzte Michael Janßen. „In der Partei muss wieder mehr diskutiert werden. Nur so können wir unsere Mitglieder wieder mehr einbinden“. Dazu muss, so Janßen, nichts an der Struktur der Partei verändert werden, wie beispielweise dem Delegiertensystem, das sich sehr bewährt hat.

Zu Beginn der Mitgliederversammlung hielt der Vorsitzende der Christlich Sozialen Partei Ostbelgien (Schwesterpartei der CDU), Luc Frank, einen Vortrag über die politische Situation in Belgien sowie in Europa. „Belgien spielt eine Vorreiterrolle in Europa. Nur wenn wir die politische Krise in Belgien bewältigen können, können wir auch die Krise in Europa bewältigen“, erklärte Luc Frank.

Die Versammlung fand auf Einladung des ehemaligen Schatzmeisters der CDU Aachen, Michael Mahr, im „Haus der Unternehmer“ der Vereinigen Unternehmerverbände statt.

 
Arbeitskreis Europa besucht Sabine Verheyen im Europabüro
300pxBesuch_AK_Europa_3Auf Einladung unserer Europaabgeordneten Sabine Verheyen besuchte am Dienstag der Arbeitskreis Europa der Jungen Union Aachen-Stadt das Europabüro in Aachen. Facettenreich und detailliert erzählte die Europaabgeordnete von ihrer Arbeit im Europäischen Parlament in Brüssel sowie von ihrer Arbeit in Aachen. Besonders manch‘ aktuelles Thema wie die Wirtschafts-und Finanzkrise ebenso wie die Energie- und Integrationsfrage erweckte großes Interesse bei den Jugendlichen. Die jungen Europainteressierten ließen es sich nicht nehmen der Europaabgeordneten in der Gesprächsrunde Fragen zu stellen. Wie arbeitet denn eigentlich eine Europaabgeordnete und wie sieht ein typischer Tag im Europäischen Parlament aus, führte die Runde auch zu Themen aus den Ausschüssen für Kultur und Bildung sowie Regionale Entwicklung im Europäischen Parlament, in welchen Sabine Verheyen Mitglied ist. Nach sehr interessanten Diskussionen, Gesprächen und Erzählungen von Strukturfonds über die Rolle der EU Interessenvertretung in Brüssel bis hin zu der Zukunft der EU, sprach die Gruppe zuletzt auch ein paar Europa-Beispiele in Aachen an.
 
Artikel für "CDU-Intern" zu den Sparvorschlägen

200pxKreislauf_des_Geldes_Aachen_Detail_III_290608Der Haushaltsentwurf 2011 der Stadt Aachen weist ein Defizit von 60 Mio. € auf und unsere Stadtkämmerin hat unmissverständlich klar gemacht, dass ohne große Sparanstrengungen schon für 2012 ein Haushaltssicherungskonzept und später ein Nothaushalt drohen. Damit würden Politik und Verwaltung in Aachen erheblichen Handlungsspielraum verlieren.

Während sich andere Städte in Nordrhein-Westfalen nur noch das Nötigste leisten können, bietet unsere Stadt den Bürgern ein umfangreiches Angebot an Kultureinrichtungen, Sehenswürdigkeiten und Dienstleistungen. Unsere Stadt unterhält mehrere Schwimmbäder und Sportstätten, ein Thermalbad, ein vielfältiges Schulangebot, Grünanlagen, zahlreiche Brunnen und bietet einen kundenfreundlichen Bürgerservice. Wir sind stolz darauf, dass wir uns ein September Special, Förderung des CHIO und des Tivoli, einen gut ausgebauten ÖPNV, eine Karlspreisverleihung und vieles mehr leisten können. Viele von uns nehmen diese Leistungen als selbstverständlich wahr und fordern eine ständige Ausweitung der Leistungen.

Um diese Qualität in Aachen zu erhalten, müssen jetzt an nicht zwingend erforderlichen Stellen Kürzungen vorgenommen werden, um nicht später zu noch härteren Kürzungen gezwungen zu sein. Es gilt, insbesondere im Bereich Kultur, zuerst die Qualität zu bewahren – dann die Quantität.

Unter diesem Grundsatz hat eine Arbeitsgruppe der Jungen Union mit Unterstützung unseres Ratsherren Michael Janßen eigene Sparvorschläge erarbeitet, welche zum Teil in die Haushaltsberatungen der Fraktion eingeflossen sind. Ziel war es, in allen Bereichen, mit Ausnahme der Schule, zu sparen und dabei möglichst auf Steuererhöhungen verzichten zu können.

Das Ziel, mit den Vorschlägen eine breite Diskussion über den Haushalt anzuregen, haben wir erreicht.

Wir begrüßen es, dass nach den Haushaltsberatungen mit den Grünen zumindest die Gewerbesteuer nicht erhöht wird und sich die CDU, trotz gegenteiliger Meinung der Grünen, damit durchsetzen konnte. Dass die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Kulturbereich in Zukunft effizienter gestaltet und die Eintrittspreise beim Theater sowie die Parkgebühren moderat erhöht werden, ist sehr im Sinne unserer Sparvorschläge. Mehr erhofft hätten wir uns unter anderem bei der Erhöhung des 1 €-Tickets bei der ASEAG. Die Erhöhung auf 1,40 € um ein Jahr aufzuschieben, können wir uns in Zeiten knapper Kassen nicht leisten.

Insgesamt ist das Ergebnis der Haushaltsberatungen durchaus zufriedenstellend. Nichtsdestotrotz gibt es einige Punkte, an denen in der Zukunft gearbeitet werden muss. Beispielsweise muss hinterfragt werden, ob der Ausbau der Bürgerservice-Einheit am Katschhof bescheidener ausfallen kann, zumal es zurzeit keine ernsthaften Beschwerden durch den vorläufigen Wegfall dieser Einheit gibt. Oder wozu wir einen Integrationsrat brauchen, der die Mitglieder faktisch nicht in das politische Geschehen einbindet. Das Modell eines Beirates, wie beim Seniorenbeirat, wäre hier sinnvoller.

Im Bereich Kultur dürfen sich Kulturstätten nicht gegenseitig die Besucher wegnehmen. Hier könnte man über ein „Kulturticket“ nachdenken, das einem Besucher Zugang zu mehreren Kulturstätten ermöglicht. Das Angebot soll lieber auf wenige prägnante Einrichtungen konzentriert werden.

So banal es auch klingen mag: Die Stadt Bochum hat ein Ersparnis von über 120.000 € errechnet, wenn die Wassertemperatur der städtischen Schwimmbäder um ein Grad gesenkt wird.

All dies sind nur einige Beispiele, die in Angriff genommen werden können. Darüber muss mit den Grünen diskutiert werden. Mehr Diskurs mit den Grünen, der in der Öffentlichkeit ankommt, muss dem fortbestehen der Koalition nicht unbedingt schaden.

 

Markus Schmidt-Ott

Foto: Carolus Ludovicus. Die Lizenz zu diesem Foto finden Sie hier.

 
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