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Nachdem am vergangenen Mittwoch ein Konzept für die Campusbahn vorgestellt wurde, zeigt sich die Junge Union Aachen skeptisch. „Sicher wäre die Campusbahn eine schöne Sache. Aber ich sehe nicht, wie die Stadt das finanzieren kann“, so der Vorsitzende Markus Schmidt-Ott.
Trotz Bundesförderung müsste die Stadt an Investitionskosten einen hohen zweistelligen Millionenbetrag aufbringen. „Ein besonderes Augenmerk sollte man aber auf die Folgekosten werfen“, so Schmidt-Ott. Diese werden auf bis zu 6,5 Mio. € pro Jahr geschätzt. „Nehmen wir die Planung im Haushalt 2012 als Beispiel: Bei einem Mehraufwand in der Größenordnung von einer Mio. € im Jahr 2013 würde die Stadt in die Haushaltssicherung fallen. Im Jahr 2014 beträgt der Spielraum sogar nur eine halbe Mio. €“. Primäres Ziel müsse es sein, die Neuverschuldung der Stadt so weit wie möglich zu senken, anstatt frei werdende Spielräume für neue Ausgaben zu verwenden.
Kosten müssen auf anderer Seite wieder eingespart werden
Allein, um das Ziel eines ausgeglichenen Haushalts zu erreichen, muss massiv gespart werden. Wenn wir uns zusätzlich die Campusbahn leisten, müssten wir noch 6,5 Mio. € zusätzlich sparen. „Schon jetzt ist aber die Bereitschaft zu sparen eher ernüchternd. Was wären wir bereit, zugunsten der Campusbahn aufzugeben?“, so Markus Schmidt-Ott. Hinzu kommt: „Wie die Erfahrung zeigt, sind die tatsächlichen Kosten nochmal höher, als die anfangs geplanten.“
Entscheidung darf nicht unter Zeitdruck fallen
Die Diskussion um die Campusbahn muss offen und ehrlich geführt werden. Die Folgen müssen sorgfältig erörtert werden. Die Fraktionen dürfen hier nicht vor vollendete Tatsachen gestellt werden oder unter Zeitdruck darüber entscheiden müssen.
Zukunft ungewiss
Die Elektromobilität ist ein Gebiet, in dem enorm viel Potential steckt und das nachwievor eine große Entwicklung erfährt. Viele Aspekte, wie zum Beispiel die Speicherung in Akkus, sind aber bisher nur unzureichend gelöst. „Wie sich die Elektromobilität weiter entwickelt, ist völlig ungewiss. Hier kann man in völlig unterschiedliche Richtungen spekulieren“, so Schmidt-Ott.
Sein Fazit: „Die Campusbahn ist ein Experiment, das sich unsere Stadt nicht leisten kann. Wenn die Campusbahn ohne ein schlüssiges Finanzierungskonzept beschlossen wird, geschieht dies auf Kosten künftiger Generationen“.
Bildquelle: http://www.campusbahn-aachen.de
Nachdem am vergangenen Mittwoch ein Konzept für die Campusbahn vorgestellt wurde, zeigt sich die Junge Union Aachen skeptisch. „Sicher wäre die Campusbahn eine schöne Sache. Aber ich sehe nicht, wie die Stadt das finanzieren kann“, so der Vorsitzende Markus Schmidt-Ott.
Trotz Bundesförderung müsste die Stadt an Investitionskosten einen hohen zweistelligen Millionenbetrag aufbringen. „Ein besonderes Augenmerk sollte man aber auf die Folgekosten werfen“, so Schmidt-Ott. Diese werden auf bis zu 6,5 Mio. € pro Jahr geschätzt. „Nehmen wir die Planung im Haushalt 2012 als Beispiel: Bei einem Mehraufwand in der Größenordnung von einer Mio. € im Jahr 2013 würde die Stadt in die Haushaltssicherung fallen. Im Jahr 2014 beträgt der Spielraum sogar nur eine halbe Mio. €“. Primäres Ziel müsse es sein, die Neuverschuldung der Stadt so weit wie möglich zu senken, anstatt frei werdende Spielräume für neue Ausgaben zu verwenden.
Kosten müssen auf anderer Seite wieder eingespart werden
Allein, um das Ziel eines ausgeglichenen Haushalts zu erreichen, muss massiv gespart werden. Wenn wir uns zusätzlich die Campusbahn leisten, müssten wir noch 6,5 Mio. € zusätzlich sparen. „Schon jetzt ist aber die Bereitschaft zu sparen eher ernüchternd. Was wären wir bereit, zugunsten der Campusbahn aufzugeben?“, so Markus Schmidt-Ott. Hinzu kommt: „Wie die Erfahrung zeigt, sind die tatsächlichen Kosten nochmal höher, als die anfangs geplanten.“
Entscheidung darf nicht unter Zeitdruck fallen
Die Diskussion um die Campusbahn muss offen und ehrlich geführt werden. Die Folgen müssen sorgfältig erörtert werden. Die Fraktionen dürfen hier nicht vor vollendete Tatsachen gestellt werden oder unter Zeitdruck darüber entscheiden müssen.
Zukunft ungewiss
Die Elektromobilität ist ein Gebiet, in dem enorm viel Potential steckt und das nachwievor eine große Entwicklung erfährt. Viele Aspekte, wie zum Beispiel die Speicherung in Akkus, sind aber bisher nur unzureichend gelöst. „Wie sich die Elektromobilität weiter entwickelt, ist völlig ungewiss. Hier kann man in völlig unterschiedliche Richtungen spekulieren“, so Schmidt-Ott.
Sein Fazit: „Die Campusbahn ist ein Experiment, das sich unsere Stadt nicht leisten kann. Wenn die Campusbahn ohne ein schlüssiges Finanzierungskonzept beschlossen wird, geschieht dies auf Kosten künftiger Generationen“.
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